„A/B-Testing” wird gern als Buzzword herumgeworfen — meist ohne dass jemand erklärt, was genau man testen soll und warum. Andrew Langhorn von Magnet Monster räumt in diesem Einsteiger-Guide auf und macht die Sache angenehm konkret.

Der Kern zuerst: A/B-Testing heißt, zwei Varianten einer Mail an dieselbe Zielgruppe zu schicken und zu messen, welche besser performt. Öffnungsrate, Klickrate, Conversion. Sein Lieblingsbeispiel ist die Welcome-Serie — die wichtigste Mail überhaupt. Nicht jede Welcome-Mail funktioniert automatisch. Erst der Test bis zur Gewinner-Variante zeigt Dir, auf welche Version Du künftig setzt.

Warum das wichtig ist? Weil Du danach nicht mehr rätst. Du hast die Zahlen, die belegen, was funktioniert. Und Andrew bringt einen Punkt, der oft unterschätzt wird:

Something as simple as changing the colour of your call-to-action button can influence the purchase behaviour of a potential customer.

Genau das ist der Reiz. Kleine Stellschrauben, große Wirkung. Andrew nennt vier Elemente, die sich zum Testen lohnen: den Absendernamen (Marke vs. Person — überraschend wirkungsstark), das Layout (mehr Bild, mehr Text, GIFs, Testimonials), die Betreffzeile (Länge, Tonalität, CTA — der größte Hebel für die Öffnungsrate) und den CTA selbst (Farbe, Wording, Anzahl, Länge).

Hier ein Hinweis aus meiner Praxis, den ich immer wieder gebe: Immer nur eine Variable pro Test ändern. Sonst weißt Du am Ende nicht, was den Unterschied gemacht hat. Und — das steht bei Andrew zwischen den Zeilen, ich sage es lieber deutlich — achte auf die Stichprobe. „2 vs. 1 Käufer” sind statistisch null aussagekräftig. Für belastbare Klick-Aussagen brauchst Du ein paar hundert Empfänger pro Variante, für Umsatz-Aussagen deutlich mehr. Der emotionalste Betreff nützt nichts, wenn nur 50 Leute ihn gesehen haben. Das ist übrigens Baustein 7 in meinem 10-Bricks-Modell: Optimierung braucht saubere Statistik, sonst optimierst Du Rauschen.

Andrews Sechs-Punkte-Checkliste zum Aufsetzen (Hypothese, ausreichende Stichprobe, Versandzeiten, Relevanz, genug Laufzeit, alle Analytics nutzen) reiße ich hier nur an — die steht sauber im Original.

Kurz: Wenn Du in Klaviyo arbeitest und bisher aus dem Bauch heraus versendest, ist das der richtige Einstieg. Lies das Original — und fang beim Welcome-Flow an, da sitzt der größte Hebel.

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